Apr 24 2009

Mein erstes Mal

Kategorie: Berichte, Laufen, WettkampfberichteFlorian @ 21:41

Trainingslauf VCM
da war er also, der erste Marathon, als Vorbereitung für Größeres, der Vienna City Marathon 2009. Vorm Sonntag die Ernüchterung: mein Edelhase Andy, der Motivator, Tempomacher, Einpeitscher , Wasserträger und innerer Schweinehundkiller, begleitet mich krankheitsbedingt nicht über die gesame Distanz des Marathons. Entweder das unmenschlich harte Training mit mir oder die Angst vor der bevorstehenden Schmach verrohrt zu werden lässt Andy´s Körper schwach werden ;-)

Vorbereitung: Mentales Training & Pinkeln
Vor dem Rennen Treffpunkt mit Coach Erwin, aufwärmen, Schmäh-führen und Styling-Kontolle, dazwischen zig mal pinkeln (“Pentales Training”). Danach ab zum Startblock, Erwin reiht sich derweilen in den vorderen Startblöcken hinter den Gazellen ein.

Italiener versauen Start
Da stand ich also am alleine beim Start, aber trotzdem schwer motiviert mit perfekter Frisur am Start zum VCM. Nach dem Startschuß im Troß die Reichsbrücke rauf und wieder runter,  ein lässiges Gefühl mit knapp 30.000 Läufern zu starten.  Ausgenommen die schleichenden Hindernisse, ca. 100 gealterte Gigolos des Itaker-Laufclubs, die sich gemeinsam mit geschätzten Durchgangszeiten von 7min ganz vorne und nebeneinader einreihen mussten.

Der Beginn
Nach den ersten km Andy´s Hinweise brav befolgt (immer essen nach 30 min) bzw. ignoriert (fang langsam an, 5:20 oder so) gings heiter weiter. Nach rund 10km mit einem gewinnenden Lächeln für die Fotografin an der Secession vorbei. Status: Die Frisur hält

Der Halb-Marathon oder Einer der Idioten
Bei km 12 Futter, Wasser & Kuß fassen durch meinen süssen Betreuer und Motivation von Fans (Gigi und Kathi). Danach weiter die Wienzeile entlang. Schönbrunn hinauf und äußere Mariahilferstrasse, scheiß Berg, flott durchlaufen. Dabei ein Tratscherl mt einem Leidensgenossen (IronMan-Trainierer) und in der Mariahilferstrasse nochmals meine Puppe küssen (siehe km 12). Beim Heldenplatz nicht wie vom HM gewohnt ab ins Ziel (da hab ich mir immer gedacht: arme Idioten) sondern den Ring weiter.

Eine transnationale Verschwörung?
Kurz nach km 25 dann die Gewissheit: Gewinnen werden wir es nimma, ein anderer Marathondebütant läuft mit 02:08:21 durchs Ziel. Quälende Fragen: Bin ich Opfer einer italienisch/kenianischen Verschwörung? Mental stark und mit perfekter Frisur, erhole ich mich vom Schock. Bis km 28 gehts locker dahin, ich freue mich schon auf Andy. Der steht nämlich bei km 30. Mein Edelhase hat Gottseidank nicht die Tularämie und begleitet mich die letzten 12 km laufend und motivierend ins Ziel.

Frisur muss halten
Bei km 31 kurzes Tratscherl mit Staffelläufer Breitax, verstehe nicht warum man sich für 11km überhaupt umzieht ;-) . Ab km 34 wird es langsam zach. Wichtig bei allen Wasserstationen: trinken, aber ja kein Wasser über den Kopf schütten, denn die Frisur muss halten

Zuckerbrot & Peitsche
Die letzten km am Ring werden durch meine Chef-Betreuerin mit Fanclub nochmals versüsst bzw. durch Andy angetrieben (“solang du kan Krampf hast kannst schneller rennen”). Ich spare mir Antworten und kepple lieber auf andere die sich nicht wehren können (“scheiss Ring“).

42,195 + 6872 = 03:28:53
Zum Unverständnis von Andy entscheide ich (oder mein Körper?) mich beim Zieleinlauf für Geniessen statt Sprinten und Laufe mit perfekter Frisur durchs Heldentor.

Bist happig auf a Medön?
Im Ziel große Freude über die Bestätigungsms einer netto sub 3:30 Zeit, nur
Möglich durch:

  • super Vorbereitung im Verein,
  • einem Coach Erwin,
  • dem Edelhasen Andy und der
  • besonderen Motivation meiner Betreuerin am Vortag.

Weiters überglücklich, den die Frisur sitzt bis zuletzt perfekt. Großes Dankeschön an:

PS: So a kleiner Marathon macht uns Trias nix aus.
PPS: alle Ziele erreicht (Beweis siehe Foto oben ;-) )

Tags: ,

Leave a Reply